KlangBrücke 2026 – Wenn Mut auf Musik trifft

Ein Probenwochenende voller Erwartungen und anfänglicher Zweifel: Unbekannte Schülerinnen und Schüler, neue Lehrkräfte, unterschiedliche musikalische Wege und Niveaus. Viele Fragen standen im Raum, als der Workshop „KlangBrücke 2026“ der Musikschulen Höxter und Holzminden begann: Werden unsere Ideen funktionieren? Finden wir einen gemeinsamen Klang? Können wir wirklich in eineinhalb Tagen ein konzertreifes Programm erarbeiten?

Und dann die Erleichterung. Schon in den ersten Takten der Proben in der Musikschule Holzminden wurde spürbar: Hier passiert etwas Besonderes. Fremde wurden zu Mitspielenden, Einzelstimmen zu gemeinsamen Klängen. Musik wurde zur Sprache, die alle verstanden – unabhängig von Herkunft, Alter oder Erfahrung.

Mit großer Offenheit und Neugier arbeiteten die Teilnehmenden in verschiedensten Besetzungen zusammen: in drei gemischten Holzbläserensembles, einem Blechbläserensemble, einem Violinensemble, einer Band und schließlich in einem großen Orchester. Unterschiedliche Leistungsstände wurden dabei nicht zur Hürde, sondern zur Stärke. Zuhören, Unterstützen und Vertrauen prägten die Probenarbeit – getragen von einer beeindruckenden Zusammenarbeit der Lehrkräfte beider Musikschulen. Aus anfänglicher Zurückhaltung wuchs Mut, aus Unsicherheit wuchs Zusammenhalt.

Der emotionale Höhepunkt folgte im Abschlusskonzert am Sonntag, den 25. Januar 2026 in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde am Knüll in Höxter. Hier wurde hör- und sichtbar, was in wenigen Tagen entstehen kann, wenn Menschen sich aufeinander einlassen. Die Ensembles und das große Orchester füllten den Raum mit Klang, Energie und Begeisterung. Das begeisterte Publikum verlangte nach einer Zugabe und dankte den Mitwirkenden mit lang anhaltenden Standing Ovations.

Ein entscheidender Baustein für das Gelingen der „KlangBrücke 2026“ war die finanzielle Unterstützung durch die „Brigitte und Hans Drews-Stiftung“. Stiftungsgründer Norbert Drews betonte in seinem Grußwort die besondere Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit über die Wesergrenze hinaus:

„Gerade über kommunale und regionale Grenzen hinweg entstehen wertvolle Erfahrungen, die junge Menschen prägen und verbinden. Solche Projekte brauchen Mut, Vertrauen – und die nötige Unterstützung, um Wirklichkeit werden zu können.“

Bürgermeister Daniel Hartmann hob in diesem Zusammenhang die schöpferische Kraft der Musik:

„Dieses Projekt zeigt auf wunderbare Weise, wie Musik verbindet, Gemeinschaft schafft und Grenzen spielerisch überwindet.“

Klaudia Knapp und Alexander Käberich, die Leiter der beiden Musikschulen, zeigten sich stolz und zugleich erleichtert, dass die „KlangBrücke“ und die intensive Zusammenarbeit bereits beim ersten großen gemeinsamen Projekt so hervorragend funktioniert habe.

„KlangBrücke 2026“ war mehr als ein Projekt. Es war ein musikalisches Wagnis, ein gemeinsames Abenteuer und der Beweis dafür, dass Musik verbindet, trägt und Brücken baut.

Hier die schönsten Erinnerungen:

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